Forex Trading - Einfach für Anfänger erklärt

Vor allem das Forex Trading bietet enorme finanzielle Chancen für Privathändler. Nicht vergessen sollte man aber auch das große Risiko. Rund 3 von 4 Tradern verlieren ihre Einlage im Online Trading. Möchtest Du langfristig vom Forexmarkt profitieren musst Du die Gründe dafür kennen und entsprechend handeln. Dazu später mehr.


Die Beliebtheit des Devisenmarkts hat seine Gründe. Er ist der liquideste Markt der Welt, 24 Stunden am Tag, 5 Tage die Woche geöffnet. Der Forexmarkt ist 27mal größer als der Aktienmarkt. Pro Tag werden 5,3 Billionen Dollar gehandelt. Die hohe Volatilität und ein Hebel von 1:30 sind ein großer Vorteil für den gewieften Trader.


Der Handel mit Devisen anschaulich und einfach erklärt

Devisenhandel einfach erläutert

Vereinfachtes Beispiel: Wenn Du schon einmal ins Ausland gereist bist musstest Du wahrscheinlich Geld umtauschen. In diesem Fall hast Du bereits mit Devisen gehandelt.  

Viele Unternehmen kaufen zum Beispiel Waren im Ausland. Dazu benötigen sie wie wir in unserem Urlaub die entsprechende Währung. Anders als wir tauschen Unternehmen jedoch enorme Beträge. Die umgetauschten Beträge sind so groß, dass es dadurch zu so einer hohen Nachfrage der geweiligen Währung kommt, dass der Wechselkurs steigt.


Wenn die Nachfrage steigt, dann steigt der Preis. Da überall auf der Welt Geld umgetauscht wird sind die Wechselkurse ständig in Bewegung.

Und so funktioniert es: Werden Währungen umgetauscht, dann haben sie einen bestimmten Preis, den Wechselkurs.

Wie in allen Märkten bestimmt das Gesetzt von Angebot und Nachfrage den Preis. Wenn viele Personen oder Unternehmen Euro in Dollar umtauschen möchten, dann steigt der Preis des Dollars im Vergleich zum Euro und er Wechselkurs ändert sich.

Mit einem alltäglichen Beispiel lässt sich gut erklären wie Du davon profitieren kannst. Angenommen Du lebst in Europa und hast Urlaub in den USA gemacht. Bei einem Wechselkurs von 1,40 Dollar pro Euro hast Du 500 Euro in US-Dollar umgetauscht.


Du besitzt 700 US-Dollar, aber Du gibst nichts aus so dass Du auf der Rückreise immer noch 700 Dollar hast. Nachdem sich der Wechselkurs von $ 1.40 auf $ 1.30 geändert hat bekommst Du statt 500 Euro nun 538,50 Euro zurück. Du hast 38,50 Euro Gewinn gemacht. Einfach weil Du dein Geld während der Kursänderung gehalten hast. Das ist das Grundprinzip des Devisenhandels.

So funktioniert Forex Trading

Du kannst Währungen bei Brokern umtauschen, indem Du die sich ständig ändernden Kurse ausnutzen kannst. 


Der Devisenhandel schläft fast nie. Du kannst 24 Stunden pro Tag von Montags bis Freitags traden. Wann immer Du möchtest. Mit nur wenigen Hundert Euro kannst Du anfangen zu traden und so dein Konto über die Zeit aufbauen.


FX ermöglicht Dir die Vorteile von Währungsschwankungen über ein breites Währungsspektrum hinweg zu nutzen.  

Beim Traden mit Devisen geht man davon aus, dass der Wert einer Währung im Verhältnis zu einer anderen Währung entweder steigen oder fallen wird. Deswegen wird dieses Finanzinstrument paarweise angeboten. Beispielsweise als EURO/US-Dollar. Bestehend aus einer Basiswährung (links: Euro) und einer Gegenwährung (rechts: US-Dollar), die auch als Kurswährung bezeichnet wird.

Wenn Du glaubst, dass der Wert des Euro gegenüber dem Dollarwert steigen wird, dann würdest Du einen Kauftrade auf das Währungspaar EURO/Dollar setzen. Das bedeutet effektiv Du kaufst Euro und verkaufst Dollar.

Umgekehrt: Wenn Du glaubst, dass der Wert des Euro gegenüber dem Dollarwert fallen wird, dann würdest Du einen Verkaufsttrade auf das Währungspaar EURO/Dollar setzen.

1 euro ist 1.35 Dollar wert

Der Kurspreis stellt den Betrag der Gegenwährung dar, der gegen eine Einheit der Basiswährung getauscht werden kann. (Bild 1:16)
 
So ist ein 1 Euro hier beispielsweise 1,35 Dollar wert.

Jede Paarung hat einen Verkaufs- und Kaufspreis. Die Differenz zwischen den Beiden wird als Spread bezeichnet. Der Spread ist deine Handelsgebühr, die Du dem Broker zahlst. Die Spreads sind im Forex-Markt gegenüber anderen Märkten die Niedrigsten. Je mehr sich der Kurs in der von Dir gewählten Richtung bewegt, desto höher ist dein Gewinn.

Du benötigst nicht viel Kapital, um einzusteigen. Der Grund ist, dass Du nicht den vollen Wert deiner Position bezahlen musst, sondern nur einen kleinen Anteil. Dies bezeichnet man als Handel mit Margin. Deine Margin bei Trades mit Währungen beträgt in der Regel 3,33 Prozent. Dein Hebel ist 1:30, Du bewegst also das 30-fache deiner Margin.

Wichtige Begriffe im Forex-Handel

Die Grundprinzipien des Devisenhandels und des Forex Tradings wurden bereits erklärt. Etwa ein dutzend weiterer wichtiger Begriffe erkläre ich Dir in einer kompakten Übersicht.

  • Basiswährung: Die erstgenannte Währung eines Währungspaars (links). Beispiel: EUR/USD von 1,20. Du musst 1,20 USD bezahlen, um 1 EUR zu erhalten.
  • Kurswährung: Die zweitgenannte Währung eines Währungspaars (rechts). Diese wird auch Gegenwährung genannt.
  • Majors: Hauptwährungspaare, die mit einer hohen Frequenz und dem US-Dollar gehandelt werden. Der EUR/USD ist das liquideste Währungspaar des gesamten Forex Marktes.
  • Minors:  Währungspaare, die weniger häufig am Forex-Markt gehandelt werden wie zum Beispiel der  EUR/GBP.
  • Exotic: „Exotische“ Währungspaare, die eher selten gehandelt werden (z.B. EUR/RUB) und außerdem in der Regel zu hohe Handelsgebühren aufweisen.
  • Haltekosten: Die Gebühr, die beim Halten der Position über Nacht (nach 17:00 Uhr New Yorker Ortszeit) anfällt. Je nach Zinssatz können Haltekosten positiv oder negativ sein. Für Day Trader zum Beispiel, die ihre Positionen am gleichen Tag schließen uninteressant.
  • Lot: Die Investitionsgröße des Devisengeschäftes. (1 Lot = 100.000 Einheiten der Basiswährung, 1 Mini-Lot = 10.000 Einheiten, 1 Micro-Lot = 1.000 Einheiten). Micro-Lots ermöglichen den Handel mit wenigen Hundert Euro.
  • Pip: Englisch für „Price Interest Point“: Eine Veränderung der (meist) vierten Nachkommastelle und gleichzeitig die kleinstmögliche Kursbewegung.
  • Spreads: Die Differenz zwischen dem notierten Kauf- und Verkaufskurs. Spreads sind deine Gebühr, die Du dem broker zahlst. Beim FX-Trading sind diese am geringsten.
  • Margin: Der beim Broker zu hinterlegende Betrag zur Eröffnung einer Position . Beim Forex 3,33 Prozent (Hebel 1:30) der gesamten (geliehenen) Handelssumme. Du bewegst so das 30fache deines Einsatzes.
  • Leverage: Ein anderes Wort für "(Forex-) Hebel".

Abkürzungen der Währungen

Die wichtigsten Währungen im Überblick. Beim Forex-Handel werden sie in 3 Buchstaben dargestellt. Die ersten beiden Buchstaben stehen für das Land oder Währungsunion. Das dritte Zeichen steht für das jeweilige Währungssymbol.

Abkürzungen der Währungen Teil 1 Majors Forex
Abkürzungen der Majors Währungen Teil 2 Forex

Was beeinflusst den Forex Markt?

Die Entstehung der Devisenkurse ist komplex. Vor allem werden sie durch genannte Faktoren beeinflusst. Alle Faktoren zeichnen sich im Chart wieder. Auch ohne Kenntnise der Faktoren lässt sich mit der technischen Analyse (Charttechnik) erfolgreich handeln. Trotzdem: Zusammen mit der Fundamentalanalyse wird der Tradingerfolg größer sein.

  • Angebot und Nachfrage am Devisenmarkt
  • Politische und wirtschaftliche Ereignisse, zum Beispiel Wahlen
  • Einfluss der Notenbanken & Zentralbanken, Zinspolitik
  •  Inflation und Deflation, Währungspolitik
  • Konjunktur: volkswirtschaftliche Lage
  • Internationale Krisen und Naturkatastrophen
  • Rohstoff- / Erdölpreise

Wann handeln Trader im Währungshandel

Der Forex Markt kann grundsätzlich 24 Stunden, an 5 Tagen die Woche gehandelt werden. So ist es auch für Berufstätige kein Problem Forex Trading zu betreiben. Der FX-Markt operiert in den verschiedensten Zeitzonen und ist nicht von einer einzelnen Börse abhängig. Da er aus einem globalen Börsennetzwerk besteht ist der Handel jederzeit möglich. Frühmorgens, tagsüber, nachts.


Aber Vorsicht: Nicht jede Handelszeit lässt sich gleich gut traden. Das ist wichtig zu wissen, wenn Du wirklich erfolgreich werden möchtest. In manchen Handelszeiten bewegen sich die Kurse kaum, in anderen sind sie konstant volatil. Es lässt sich profitabler traden, wenn die Märkte aktiver sind.

Die (besten) Handelszeiten für Forex Trading

Die besten (aktivsten) Handelszeiten sind, wenn sich die internationalen Sessions überschneiden. Die höchste Aktivität der Märkte findet man während der asiatischen, der europäische und der nordamerikanische Handelssessions. Die Überschneidungen finden zu diesen Zeiten (MEZ) statt:

  • London und New York  14 - 18 Uhr
  • Tokio und London  9 - 10 Uhr
  • Sydney und Tokio  1 - 9 Uhr

Die Vorteile beim Forex Trading?

Die Zahl derer, die sich für den Devisenmarkt als (meist) zusätzliche Einnahmequelle interessieren steigt kontinuierlich. Ich weise nochmals darauf hin, dass die Mehrzahl der Privathändler ihre Einlage früher oder später verliert.


Ein Demokonto zum Üben, strategisches Vorgehen, ein gutes Risk- und Moneymanagement, Geduld und Disziplin sind deshalb Pflicht! Der Forex Handel hat eine Reihe von Vorteilen:

  • Geringe Mindesteinsätze
  • Traden egal wo. Zuhause, unterwegs, im Urlaub
  • Hohe Liquidität
  • Handel rund um die Uhr möglich. Freie Zeiteinteilung
  • Provit von steigenden und fallenden Kursen möglich
  • Forex Trading ist "schnell" zu erlernen
  • Schnelle Gewinne in kurzer Zeit möglich
  • Kostenloses Demokonto

Unterschiede zwischen Forex und CFD

Broker bieten CFDs für alle möglichen Finanzinstrumente an wie Aktien, Indizes, Kryptowährungen, Rohstoffe, ETFs und Optionen und eben auch Währungen (CFD-Forex-Handel).

Da aber beides Hebelprodukte sind fragen sich viele wo eigentlich die Unterschiede sind. Nebenbei bemerkt: Es wird kein Forex-Handel ohne Hebel angeboten.

Die Unterschiede sind sehr klein. CFDs gibt es für unterschiedlichste Basiswerte. Man besitzt nie den physischen Gegenwert, sondern setzt lediglich auf die Richtung der Entwicklung. Bei Forex-CFDs ist das Gleiche, nur spekuliert man hier mit Währungspaaren.

Bei beiden kann man auf steigende und fallende Kurse setzen und beide haben keine festen Laufzeiten.

5 Gründe, warum Anfänger beim Forex Trading Verluste machen

Ich möchte die aus meiner Sicht und Erfahrung 5 Gründe aufzeigen warum Anfänger beim Trading Verluste machen. Jeder, der mit Online Trading beginnt möchte doch eigentlich sein Kapital vermehren. Eigentlich sollte es für jeden möglich sein. Trotzdem: Rund 3 von 4 Tradern verlieren ihr anfangs eingesetztes Tradingkapital. Warum ist das so?


Der Kern des Problems, warum viele Trader Geld verlieren, ist menschliche Fehlbarkeit.

Traden ohne Strategie

Aus dem Freundes- und Bekanntenkreis weiß ich von Einigen, die bei einem Broker Geld eingezahlt haben. Das für mich Unverständige: Kaum jemand tradet nach einer Strategie. Ich höre dann: "Ich probiere mal dies und mal das". Nach Tagen oder einigen Wochen ist die Kohle pfutsch.


Chance vertan! Selbst dran schuld! Meine Meinung: Das Geld lieber sinnvoll spenden. Macht mehr Sinn.


Ohne eine Strategie kannst Du langfristig nicht gewinnen. Punkt! Und damit kommen wir zum nächsten Punkt, der damit zusammenhängt.

Keine Übung und kein Testing

Eine Strategie musst Du testen. Wie? Kostenlos mit einem Demokonto. Je nach Trading-Strategie brauchst Du auch mehr oder weniger Übung. Kostet nichts und tut nicht weh. 


Nicht jede Strategie bringt Gewinn. Es gibt einiges an Müll, vor allem auf YouTube. Und nicht jede Strategie ist gleich profitabel und für jeden geeignet.


Wichtig: Wenn Du irgendwo einen Euro reinsteckst muss da mehr als ein Euro rauskommen. Auf deutsch: Eine Strategie braucht einen positiven ROI (Return of Investment).

Zockermentalität

Kaum zu glauben welche Persönlichkeiten Geld bei einem Broker einzahlen. Zocker, Hasardeure und Traumtänzer. Ich weiß nicht wie groß der Anteil dieser Glücksritter ist, aber wahrscheinlich höher als ich glaube.


Forex Trading ist kein Glücksspiel und die Börse kein Casino. Ja, Du kannst - wie im Casino - mit wenig Einsatz sehr viel Geld gewinnen. Nicht verdienen! Kurzzeitig. Mit Glück, aber nicht mit Verstand. Langfristig wissen wir wie das endet.

Abweichen vom Trading Plan

Es gibt tatsächlich viele gewinnbringende Trading Strategien. Benötigen tust Du nur Eine. Jetzt hast Du eine Strategie, die Du ausreichend und positiv getestet hast. Dein Anfangskapital hast Du mittlerweile vervielfacht. Auf einmal läuft es nicht mehr zu deiner Zufriedenheit.


Was machen sehr viele? Sie weichen vom Trading Plan ab. Verändern dies und das. Lassen Regeln Regeln sein. Das ist meist der Anfang vom Ende. Eine Abwärtsspirale beginnt.


Never change a winning team! Auch die beste Trading Strategie hat ihre Downswings, da musst Du durch. Ohne am Setup irgendetwas zu verändern.

Schlechtes oder kein Risikomanagement

Angenommen Du zahlst 500 Euro beim Broker deines Vertrauens ein. Du gehst zu Tesla und setzt.. Ja, wie viel eigentlich? Alles? Nein! In der Regel setzt Du 1 - 2 Prozent deines Gesamtkapitals. Bei jedem Trade. Du kannst Dir vorstellen, dass es sehr viel schwieriger ist auf diese Weise sein  gesamtes Kapital zu verlieren.


Wenn Du gewinnen möchtest must Du lernen nicht zu verlieren. Kapitalschutz hat Priorität.


Auch das Setzen einer Stop-Loss-Order bei jedem Trade gehört zum Risikomanagement. Potenzielle Verluste solltest Du immer begrenzen.

Fazit

Mit Forex Trading kannst Du sehr viel Geld verdienen. Du kannst aber auch dein eingesetztes Kapital verlieren. Letzten Endes ist jeder selbst für sein Glück verantwortlich. Sieh es als Chance und mache das Beste daraus. Mit Arbeit, Disziplin und Geduld ist einiges möglich.